Notebook, NiMh-Zellen regenerieren (war: Re: Acer TM210: Li-Ion Akku?)(Date: Tue, 18 Nov 2003 14:21:19 +0100
)
Newsgruppe: de.comp.sys.notebooks
Jens Grivolla wrote:
> Nachdem jetzt monatelang irgendwas um die 2% Ladung angezeigt wurde
> (via ACPI unter
Linux), stehen jetzt plötzlich, nachdem ich den Akku
> ein paar mal rausgenommen und erstmals seit fast zwei Jahren
> Windows gestartet habe, 96% Ladung da.
[..]
> P.S.: gerade ist es wieder spontan von 93% auf 3% gestürzt, da läuft
> massiv was schief. Mal sehen, ob man mit APM sinnvollere Werte
> geliefert bekommt.
NiMh kann man manchmal regenerieren. Wenn mechanische Probleme
(Kontakte, Zellverbinder) ausgeschlossen sind, kommen die Probleme evtl.
von einer hochohmigkeit der Zellen.
In dem Fall bricht die Spannung unter Belastung auch bei vollem Akkupack
sofort zusammen.
Abhilfe, erst den Pack soweit wie möglich entladen (z.B. Suspend to
RAM).
Dann die Zellen einzeln auf ca. 0,90 V/Zelle * entladen, normal laden
und wieder mit geringster Belastung entladen (Suspend to RAM).
Das Spielchen wiederholen.
Um die Zellen einzeln zu entladen muss der Akku-Pack geöffnet werden.
Pro NiMh-Zelle mit einer Diode entladen (12V-Pack = 10 Zellen à 1,2 V).
Mit dem Kroko-Verbinder so polen, dass der Dioden Kennzeichnungring an
(-) Minus geht. [1]
Wer in Besitz eines Multimeters ist (digitale ab 7,-) kann die Spannung
an den Zellen verfolgen.
*Achtung* die Dioden-Lösung taugt nur zum Regenerieren von hochohmigen
Zellen. Der Widerstand der Kroko-Verbinder wirkt zwar strombegrenzend,
aber neue Zellen können Kabel und Diode zum Qualmen bringen.
Grüße von Reinhard
* Z.B. mit billigen Si-Leistungsdioden (P600A) und einem
Kroko-Verbinder-Set. Ist zwar nicht optimal (0,7 V Si-Schwellspannung)
...
[1]